Dirk Schieck

Ausbildung

Zu Beginn meiner sozial-beruflichen Tätigkeit absolvierte ich eine pädagogische Ausbildung als examinierter Erzieher. Darauf folgte mein Berufspraktikum als Pädagoge in einem Kinderhort / einer Elterninitiative in Düsseldorf. Das danach aufgenommene Studium im Bereich Sozialwesen in Düsseldorf beendete ich mit dem Abschluss des Dipl.-Sozialarbeiters (FH). Mein anschließendes berufliches Praktikum in einem Essener Kinderheim beinhaltete die pädagogisch-schulische Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Beruflicher Werdegang
In der sozialen Arbeit war ich viele Jahre im pädagogischen Bereich der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Düsseldorf tätig, wo ich zunächst als Gruppenpädagoge in einer Intensivgruppe mit seelisch/geistig behinderten männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bereich arbeitsmotivierenden Maßnahmen arbeitete. Später wechselte ich die pädagogische Tätigkeit und arbeitete in einer heilpädagogisch-therapeutischen Intensivgruppe, in der ich Kinder und Jugendliche mit massiven Problemen betreute.
Parallel zu meiner pädagogischen Arbeit nahm ich die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung als analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Düsseldorf auf. Zu einem späteren Zeitpunkt wechselte ich meine pädagogische Tätigkeit und arbeitete während der Aus- und Weiterbildung als Psychotherapeut in einer Tagesgruppe. Ich konnte dort mehrere Jahre psychodiagnostische und psychotherapeutische Erfahrung im Bereich teilstationärer Hilfe mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Oberhausen sammeln.

Fortbildung
Die Approbation erhielt ich von der Psychotherapeutenkammer NRW als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, und zwar mit dem Fachkundenachweis für Analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Zurzeit befinde ich mich in verschiedenen Fortbildungen. Im Bereich der Psychotraumatologie im Kindes- und Jugendalter am Kinder Trauma Institut (KTI) in Offenburg. Das KJ-Curriculum (DeGPT) wurde bis auf das letzte Modul (Fallvorstellung) und den damit verbundenen Abschluss durchlaufen.

Die Fortbildung im Bereich Säugling- Eltern- Kleinkindtherapie (SKEPT) wurde jetzt abgeschlossen (2021).

Die Qualifikation (praktischer Teil) im Bereich Gruppenpsychotherapie für Kinder – und Jugendliche (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) am KBAP (Köln-Bonner Akademie für Psychotherapie) mit Sitz in Bonn, wird wegen der Pandemie erst im Jahr 2022 fortgesetzt. Der Abschluss wird sich somit auf das Jahr 2023 verschieben.

Des Weiteren findet die Ergänzungsqualifikation in Verhaltenstherapie-KJ an der KBAV (Köln-Bonner Akademie für Psychotherapie) mit Sitz in Bonn statt. Die Qualifikation wird wahrscheinlich 2022 oder 2023 erreicht.

Die Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) zur Behandlung von Borderline- und anderen Persönlichkeitsstörungen in Berlin ist auf Grund der aktuellen Situation (Corona-Pandemie) weiterhin unterbrochen. Angedacht ist diese Fortbildung nach Köln zu verlegen, jedoch mit anderem Schwerpunkt (AG Übertragungsfokussierte Psychotherapie für Jugendliche).

Mitgliedschaften

  • VAKJP (Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten)
  • IPD (Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.)
  • KBAP (Köln-Bonner Akademie für Psychotherapie)
  • DFT (Deutsche Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie e.V.)
  • SG (Systemische Gesellschaft Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V.)
  • EMDRIA Deutschland e.V. (Fachverband für Anwender der psychotherapeutischen Methode Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
  • D3G (Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie).

Privates
Ich bin verheiratet und habe eine Tochter.

Ausbildung AKJP

Approbation als anerkannter Therapeut
Mit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) 1999 wurde der Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten als eigener Heilberuf berufsrechtlich anerkannt und gleichberechtigt neben dem Beruf des Arztes in das Versorgungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung integriert. Die Berufsbezeichnung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut darf nur führen, wer über eine entsprechende Approbation verfügt.
Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (AKJP) nehmen seit Jahrzehnten an der Kassenärztlichen Versorgung (KV) teil. Sie sind neben den Kinder- und Jugendpsychiatern die einzige psychotherapeutische Berufsgruppe im Rahmen der Kassenrichtlinien, deren Ausbildung ganz auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet ist.

Die Approbation reicht für eine berufliche Tätigkeit im System der gesetzlichen Krankenversicherung allein nicht aus. Grundsätzlich ist auch eine Zulassung erforderlich, die nur denjenigen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erteilt werden darf, die im Arztregister einer Kassenärztlichen Vereinigung eingetragen sind. Voraussetzung für diese Eintragung ist der Nachweis der Fachkunde in einem der vier derzeit anerkannten sog. Richtlinienverfahren: Psychoanalytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie oder Systemische Therapie.

Mit der Aus- und Weiterbildung an einer der staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden sowohl die Voraussetzungen der Approbation als auch die Voraussetzungen der Fachkunde in Analytischer Psychotherapie (Psychoanalyse) und Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP) erfüllt. Der erfolgreiche Abschluss dieser Ausbildung führt sowohl zur Approbation als auch zur Fachkunde in zwei Richtlinienverfahren, so dass im Anschluss daran die Eintragung ins Arztregister und eine Zulassung zum Versorgungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt werden können.

Der Beruf des analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten setzt ein abgeschlossenes Studium als Psychologe, (Sozial-)Pädagoge oder Arzt voraus. Des Weiteren wird mehrjährige Berufserfahrung mit Kindern und Jugendlichen erwartet. Die intensive psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung dauert mindestens fünf Jahre. Die hohen Qualitätsmaßstäbe werden ständig durch die StäKo (Ständige Konferenz ärztlicher psychotherapeutischer Verbände) überprüft.

Die Ausbildung endet mit einer Staatsprüfung, bestehend aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die theoretische Abschlussprüfung wird als schriftliche Prüfung zentral vom Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen IMPP durchgeführt.

Selbstverständnis als Psychotherapeut

Gegenwärtig bezeichne ich meine psychotherapeutische Tätigkeit als angewandte Psychodynamische Psychotherapie. Zu den psychodynamischen Verfahren gehören in meiner Arbeit die Analytische/Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, als Einzel- und Gruppenpsychotherapie. Die psychodynamischen Verfahren messen den unbewusst ablaufenden Prozessen eine wichtige Bedeutung für das menschliche Erleben und Verhalten sowie für die Entstehung und Chronifizierung bestimmter seelischer Erkrankungen bei. Weitere wissenschaftliche (bewusstseinsnahe) psychotherapeutische Methoden sind die (integrierten) Psycho-Traumatherapien, die Systemische Psychotherapie, die Klientenzentrierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie.

© Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis PGPS 2022