Unser Angebot

Psychotherapien

Unsere Angebote bestehen in der Regel in Form von Einzel- und Mehrpersonenpsychotherapien und richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von Geburt bis zum 21. Lebensjahr.
Wird das begrenzte Stundenkontingent der kassenfinanzierten Therapie über das 21. Lebensjahr überschritten, kann die Psychotherapie jedoch gegen Selbstzahlung (nach Vereinbarung) weiter geführt werden.

Die Eltern werden im Rahmen der begleitenden Psychotherapie der Bezugspersonen beraten. Ab dem 16. Lebensjahr müssen Jugendliche unabhängig von ihren Eltern eine Therapieanfrage stellen.

Psychotherapien (wissenschaftlich anerkannt)

Angewendet werden unter anderem Analytische Psychotherapie oder Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Bei der Analytischen Psychotherapie/Psychoanalyse geht es um aktuelle und um in der Lebensgeschichte (weit) zurückliegende, auch bzw. speziell um unbewusste Konflikte. Diese Konflikte werden mit Hilfe der Bearbeitung von Träumen, spontan geäußerter Assoziationen, der Lebensgeschichte des Patienten und seiner Beziehung zum Therapeuten bearbeitet. Die Behandlung erfolgt gewöhnlich mehrmals in der Woche.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine weniger tiefgehende, auf einen aktuellen Konflikt bezogene und kürzere Form von Therapie. Sie findet meist nur einmal pro Woche statt.

Verhaltenstherapie ist eine spezielle Form von Psychotherapie, die psychologisches Wissen, insbesondere Erkenntnisse der Lerntheorien, auf die Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen anwendet. Verhalten ist demnach sowohl erlernbar als auch wieder verlernbar. Die Verhaltenstherapie geht über die Grenzen der Lerntheorie hinaus, indem sie weitere Funktionalitäten des Verhaltens und Erlebens wie Kognitionen, Motive, Emotionen oder den sozialen Kontext für die Regulation des Verhaltens in der Psychotherapie mitberücksichtigt.

Des Weiteren bieten wir eine Psychoanalytisch-Systemische (Familien-)Therapie an: Der Schwerpunkt liegt hier auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familie und deren sozialer Umwelt. Es geht um implizite Normen (Familienregeln) des Zusammenlebens für das Zustandekommen und die Überwindung psychischer Störungen.
Die Systemische Therapie unterscheidet sich unter anderem dadurch, dass weitere Mitglieder des für den Patienten relevanten sozialen Umfeldes in die Behandlung mit einbezogen werden.

Ebenso stehen verschiedene Formen von Traumatherapien zur Verfügung, wie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), traumafokussierte kognitiv-behaviorale Therapie, traumazentrierte/traumafocussierte Spieltherapie.

Kurzzeittherapie

Zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie gehört auch die Kurzzeittherapie.
Wenn in einer akuten Krise „schnell“ Hilfe benötigt wird, bietet sich diese Therapieform an, da sie zeitnah nach Antragsstellung begonnen werden kann. Nach der Gesetzesänderung vom 01.04.2017 können nacheinander, je nach Bedarf, zweimal 12 Stunden beantragt werden. Die Kurzzeittherapie verläuft über einem Zeitraum von ca. 6 Monaten, kann aber später in eine Analytische Psychotherapie oder in eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Langzeitpsychotherapie umgewandelt werden. Meist jedoch werden von uns Langzeittherapien mit einer Dauer von ein bis drei Jahren durchgeführt.

Gruppenpsychotherapie (TP)

Gruppenpsychotherapie (TP = Tiefenpsychologisch fundiert Psychotherapie) ist die gleichzeitige und gemeinsame Behandlung mehrerer Patienten in einer Gruppe. Die Gruppentherapie ist ein von der Krankenkasse anerkanntes, erstattungsfähiges Verfahren, das in vielen Lebenslagen zu Linderung und Erfolg führt. Sie hat mit der Einzelpsychotherapie viele Übereinstimmungen, bietet zugleich zahlreiche besondere Erfahrungs-, Lern- und Übungsgelegenheiten.
Diese Therapieform wird derzeit auf Grund der Corona-Pandemie weder angeboten noch durchgeführt.

TFP (Transference Focused Psychotherapy)

TFP ist ein manualisiertes, evidenz-basiertes, störungsorientiertes Psychotherapieverfahren zur Behandlung von Borderline-Pathologien und anderen Persönlichkeitsstörungen. TFP basiert auf einer zeitgenössischen psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie, wie sie von Otto F. Kernberg et al. entwickelt wurde. Darüber hinaus berücksichtigt sie neueste empirische Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus der Entwicklungspsychologie, Affekt- und Bindungsforschung, der neurobiologischen Forschung, der Traumatheorie sowie der Psychotherapieforschung.
Diese Therapieform wird derzeit auf Grund der Corona-Pandemie weder angeboten noch durchgeführt.

SKEPT (Säuglings-/Kleinkind-Elternpsychotherapie)

Der psychoanalytische Ansatz in der Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie beschäftigt sich mit den unbewussten Aspekten der Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Kind. Die Therapien finden immer in Anwesenheit des Kindes, der Mutter und - wann immer möglich - des Vaters statt. Es geht für den Therapeuten darum, die unbewusste Szene der Eltern mit ihrem Kind zu beobachten, zu (auszu-) „halten“, zu verstehen und zu formulieren.

Psychodiagnostik

Wir bieten tiefenpsychologische Psychodiagnostik auf der Grundlage psychodynamischer Hypothesenbildungen vor dem Hintergrund erworbener persönlicher Lebensumstände an. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden anschließend erklärt und mit den beteiligten Personen besprochen. Auf Wunsch kann eine Aufklärung über Chancen und Risiken eines zu empfehlenden Behandlungsverfahrens erfolgen und ein Vorschlag zur Einleitung einer Psychotherapie unterbreitet werden.

Clearing

Des Weiteren bieten wir Clearing in Form von psychotherapeutisch-traumatherapeutischen Diagnostik z.B. für Jugendhilfeträger an.

Unser Angebot wird im Rahmen gesetzlicher oder privater Krankenversicherungen bzw. über Beihilfe oder als Selbstzahler finanziert. Mehr zum Thema Kosten <hier>.

Coaching

Coaching ist keine verdeckte Psychotherapie. Prinzipiell richtet sich Coaching an „stabile Personen“ und widmet sich den Herausforderungen, die aus der Berufsrolle (auch Ausbildung, Studium, Lehre) heraus entstehen und Kompetenzerweiterung bedürfen. Dies kann natürlich mit privaten Anliegen und persönlichen Schwierigkeiten zusammenhängen. Ausgangspunkt sind aber hauptsächlich die mit der Persönlichkeit und Beruf zusammenhängenden Anliegen, die ohne entsprechendes Fachwissen des Coachs nicht bearbeitet werden können.

Geschlechtsangleichung

Bezüglich der notwendigen Psychotherapie vor der gewünschten Geschlechtsangleichung bei transsexuellen Menschen hat unsere Praxis folgende Regelung gefunden. Wegen der damit verbundenen komplexen Themen (Fortbildungen) - juristische, medizinische, kulturellen, psychiatrische und psychotherapeutische Elementen - haben wir uns entschlossen, diese Unterstützung in unserer Praxis nicht weiter anzubieten. Wir verweisen hierzu ausdrücklich auf die mittlerweile vielfältigen und professionellen Angebote in NRW.

Im Sinne der bestmöglichen Behandlung der Patienten, wenden Sie sich dazu bitte an die entsprechenden Beratungsstellen. Im Internet werden alle notwendigen Anlaufstellen genannt.

Unsere Praxis bietet schon vielen Menschen Möglichkeiten der speziellen Hilfe, jedoch sind auch unsere Kapazitäten begrenzt. Wir würden bei diesem Thema auch unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Wir wünschen euch/dir und Ihnen bei den bevorstehenden Anstrengungen Glück, Ausdauer, Mut und vieles mehr.

© Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis PGPS 2022